PST Primary Setup Tool - Version V3.2

zur Vergabe von IP-Adressen für Ethernet Baugruppen

Beschreibung

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Inhaltsverzeichnis

1 Weitere Funktionen

2 Besondere Hinweise

2 Hilfestellung

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Siemens AG

Automation and Drives

Postfach 4848, D-90327 Nürnberg

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Beschreibung und Hinweise zur Benutzung des Primary Setup Tools finden Sie im Handbuch "Projektierungshandbuch" im Internet unter

http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/19440762.

 

1    Weitere Funktionen

Das PST bietet noch folgende weitere Funktíonen zum Bearbeiten von Ethernet Teilnehmern:

- Ändern des Gerätenamens

Sofern das Gerät diese Funktion unterstützt kann mittels des Menüeintrags Baugruppe->Name vergeben dem Gerät ein neuer Gerätename zugewiesen werden.

Der Gerätename ist nach DNS-Konventionen angebbar; d.h.

· Beschränkung auf 240 Zeichen insgesamt (Buchstaben, Ziffern, Bindestrich oder Punkt)

· Ein Namensbestandteil innerhalb des Gerätenamens, d. h. eine Zeichenkette zwischen zwei Punkten, darf max. 63 Zeichen lang sein.

· Keine Sonderzeichen wie Umlaute, Klammern, Unterstrich, Schrägstrich, Blank etc. Der Bindestrich ist das einzige erlaubte Sonderzeichen. 

· Der Gerätename darf nicht mit dem Zeichen "-" beginnen und auch nicht mit diesem Zeichen enden. 

· Der Gerätename darf nicht die Form n.n.n.n haben (n = 0...999). 

· Der Gerätename darf nicht mit der Zeichenfolge "port-xyz-" beginnen (x,y,z = 0...9). 

Beispiel:

[Name aus Kurzbezeichnung].[Name des IO-Systems]

Am Ethernet-Subnetz (PROFINET IO-System) muss der Gerätename eindeutig sein.

- Rücksetzen auf Werkseinstellungen

Sofern das Gerät diese Funktion unterstützt kann mittels des Menüeintrags Baugruppe->Zurücksetzen das Gerät auf die werkseitig eingestellten Wert zurückgesetzt werden. Entnehmen sie der Dokumentation der betroffenen Baugruppe die genaue Auswirkung dieser Funktion.

- Signalisierung

Sofern das Gerät diese Funktion unterstützt kann mittels des Menüeintrags Baugruppe->Blinken eine Signalisierung am Gerät gesteuert werden. Das erleichtert z.B. das Auffinden des Einbauortes. Entnehmen sie der Dokumentation der betroffenen Baugruppe die genaue Auswirkung dieser Funktion.

 

2    Besondere Hinweise

 

CP443-1EX40 V1

Baugruppen vom Typ CP443-1EX40 V1 liefern als Router Adresse immer 0.0.0.0 zurück, auch wenn eine anders lautende Adresse projektiert wurde. Im Primary Setup Tool wird nach dem Netzwerk Durchsuchen die Option „Router verwenden“ unter „Ind. Ethernet-Schnittstelle“ für diesen Baugruppentyp immer deaktiviert sein.

 

CP1512

Beim Betrieb des PST über einen CP1512, der über einen PCI CardBus Controller angeschlossen ist, kann es vorkommen, dass vereinzelt DLC- oder DCP-Protokolle verlorengehen.

Das kann zur Folge haben, daß

-       eine Baugruppe nicht in der Liste gefundener Teilnehmer angezeigt wird. Wiederholen Sie in diesem Fall das Durchsuchen.

-       beim Durchsuchen die Meldung erscheint „Die Baugruppe ist nicht erreichbar.“ Bestätigen Sie die Meldung. Die Baugruppe wird in der Liste angezeigt. Das Laden von Parametern auf diese Baugruppe ist möglich.

-       beim Laden der Parameter auf die Baugruppe die Meldung erscheint „Die Baugruppe ist nicht erreichbar“. Prüfen Sie in dem Fall, ob die Parameter erfolgreich übertragen wurden, indem Sie Netzwerk Durchsuchen starten. Wiederholen Sie gegebenenfalls das Laden.

 

SCALANCE W 744W788 V1.0.3

Zur Adressvergabe an einen SCALANCE W 744W788 V1.0.3 muß das PST V2.0 benutzt werden.

 

 

3    Hilfestellung

Nachfolgend werden einige Problemfälle beschrieben, die bei der Anwendung des PST auftreten können.

Netzwerkkarte ist im PST nicht sichtbar

Wird unter dem Menübefehl Einstellungen -> Netzwerkkarte die entsprechende Netzwerkkarte nicht angezeigt, "keine Ethernetkarte" angezeigt oder erfolgt bei diesem Menüpunkt keinerlei Anzeige, so kann dies folgende Ursachen haben:

-       die entsprechende Netzwerkkarte ist nicht gesteckt/installiert bzw. es ist keine Netzwerkkarte gesteckt/installiert;

-       die Netzwerkkarte(n) wurde(n) über die Systemsteuerung oder im BIOS deaktiviert;

-       weder das DCP noch das DLC-Protokoll sind für die vorhandene Netzwerkkarte aktiviert;

-       das TCP/IP Protokoll wurde für die Netzwerkkarte deaktiviert.

 

Keine Baugruppe gefunden oder vorhandene Baugruppe  ist nicht sichtbar

Die vorhandenen Baugruppen / Komponenten werden über einen Broadcast - Dienst im Netzwerk gesucht.

Diese melden sich dann mit ihrer MAC Adresse.

Der Broadcast Dienst wird nach 3 Telgrammwiederholungen und 10 Sekunden Antwortzeit abgebrochen.

Mögliche Fehlerursachen:

-       die vorhandene Baugruppe / Komponente erfüllt nicht die Anforderungen zur Kommunikation mit PST;

-       das DLC Protokoll ist nicht installiert. Die Installation des DLC Protokolls ist unter Kapitel 5 beschrieben.

-       es liegt eine hohe Netzlast/Auslastung des Netzes vor: wiederholen Sie den Menübefehl Netzwerk -> Durchsuchen;

 

Baugruppe / Komponente ist nach dem Laden nicht sichtbar

Je nach Baugruppentyp kann bis zu einer Minute vergehen, bis die Baugruppe nach dem Laden wieder reagiert.

Abhilfe: Über den Menübefehl Netzwerk -> Durchsuchen eine neue Anzeige der Baugruppen / Komponenten durchführen

 

Meldung “Es wurde keine Station im Netzwerk erkannt”

Wird nach Ausführen des Menübefehls Netzwerk -> Durchsuchen die oben genannte Meldung ausgegeben, obwohl Baugruppen, die über eine voreingestellte MAC-Adresse verfügen, im Netz erreichbar sind, so kann dies folgende Ursachen haben:

-       es wurde nicht die richtige Netzwerkkarte ausgewählt.

-       für die ausgewählte Karte ist eines der Protokolle deaktiviert.

-       das DLC Protokoll ist nicht installiert. Die Installation des DLC Protokolls ist unter Kapitel 5 beschrieben.

 

Fehlermeldung “Unterstützte Schnittstellen: 4”

Wird beim Aufruf des Menübefehls Einstellungen -> Netzwerkkarte die oben genannte Fehlermeldung ausgegeben, so kann dies folgende Ursache haben:

-       Es sind mehr Netzwerkkarten über die Systemsteuerung Ihres PCs angemeldet, als tatsächlich in Ihrem PC vorhanden sind. Es dürfen nur die tatsächlich im PC vorhandenen Netzwerkkarten in der Systemsteuerung angemeldet sein.

 

Fehlermeldung “Es ist ein Fehler im unterlagerten Treiber aufgetreten”

Wird beim Ausführen des Menübefehls Netzwerk -> Durchsuchen die oben genannte Fehlermeldung ausgegeben, so kann dies folgende Ursache haben:

-       es ist nicht die richtige Version des DCP oder DLC Treibers installiert.

Wenden sie sich an den Support.

 

Fehlermeldung “Es ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten. Bitte Funktion wiederholen.”

Wird beim Ausführen des Menübefehls Baugruppe -> Laden die oben genannte Fehlermeldung ausgegeben, so kann dies folgende Ursache haben:

-       die Netzwerkkarte, die Sie in Ihrem PC ausgewählt haben, wurde über die Systemsteuerung oder im BIOS deaktiviert;

-       die angesprochene Baugruppe befindet sich noch im Hochlauf.

 

Webbrowser zeigt nicht die Konfigurationsseite des INC an.

Erscheint beim Ausführen des Menübefehls Baugruppe -> INC Browser starten im Browser die Seite „Die Seite kann nicht angezeigt werden.„, so kann das folgende Ursachen haben:

-       keine der im PC vorhanden Netzwerkkarten liegt im gleichen Subnetz wie der INC.

Abhilfe: Stellen Sie die Subnetzmaske Ihrere Netzwerkkarte auf das Subnetz des INC ein oder benutzen Sie einen Router, der die beiden Subnetze verbindet.

 

Falsche Router Adresse angezeigt

Es kann vorkommen, dass bei den Parametern der Ethernet-Schnittstelle eine andere Router Adresse als die projektierte angezeigt wird. Das ist dann der Fall, wenn die Baugruppe aktuell einen anderen Router verwendet als den projektierten.

 

Abbrechen des Setup

Beim Abbrechen des Setup bleiben eventuell bereits kopierte Dateien im Installationsverzeichnis zurück. Es wird empfohlen das Setup einmal komplett auszuführen und das PST gegebenenfalls über den Eintrag "Primary Setup Tool" unter Systemsteuerung->Software" zu deinstallieren.

 

Downgrade PST V3.2 auf PST V2.0

 

  1. Deinstallieren Sie PST V3.2
  2. Löschen Sie den Registry Schlüssel „PST“ unter „HKey_Current_User\Software\Siemens\“
  3. Installieren Sie PST V2.0